HelmFest Freitag 31.07.2026

Da sind wir auch schon beim zweiten Tag des HelmFest angekommen. Eröffnet wurde dieser von 8-Ball Knees aus Braunschweig.

Mitte 2022 legte Sänger und Gitarrist Flo mit einem Soloprojekt den Grundstein für die Band. Noch im selben Jahr erschien das Demo-Album „In The Thick Of It“, gefolgt vom zweiten Album „Chapter II“ im Sommer 2023. Anfang 2024 wurde eine überarbeitete, vollwertige Fassung des Debüts veröffentlicht. Der entscheidende Wendepunkt folgte in der ersten Jahreshälfte 2024, als Flo das Projekt gemeinsam mit Dave, Martin und Taner zu einer vollständigen Band ausbaute. Seit 2025 tritt die Formation in dieser festen Besetzung auf und arbeitet aktuell an ihrem dritten Studioalbum. Mit der Single „SHUT UP“ gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack darauf.

8-Ball Knees

Bevor es auf der Bühne weiterging, wurde ich gebeten, vor den Haupteingang zu kommen. Dort erwartete mich ein kleiner Parcours, was mich zunächst etwas verwunderte. Schnell stellte sich heraus, dass dort ein Junggesellenabschied gefeiert wurde. Die zukünftige Braut und einige ihrer Gäste mussten den Parcours absolvieren. Nach einem gemeinsamen Schnaps machten wir noch ein Gruppenfoto. Anschließend wurde auf dem Festivalgelände noch etwas Geld gesammelt, das später an Rückenwind gespendet wurde

JGA

Mit einer Mischung aus Deutschrock, Hardcore und Metal ging es anschließend mit Lupus aus Sachsen-Anhalt weiter.

Die Band beschreibt sich selbst wie folgt: LUPUS ist eine vierköpfige Band, deren Mitglieder im Alter zwischen 34 und 39 Jahren auf eine lange musikalische Vergangenheit zurückblicken. Aus den unterschiedlichen Projekten und Einflüssen der einzelnen Musiker entwickelte sich ein unverwechselbarer Sound, der zugleich hart, melodisch und mit einem hohen Wiedererkennungswert ausgestattet ist.

Lupus

Anschließend ging es auf eine epische Reise mit epischem Symphonic Metal von Heaven’s Guard .

Wie ein Schattentheater entführen Heaven’s Guard ihre Zuhörer aus der Wirklichkeit und nehmen sie mit auf eine musikalische Reise. Genau das ist ihnen auf dem HelmFest eindrucksvoll gelungen.

Heaven´s Guard

Kurz bevor PARAGON die Bühne enterten, nahm ich mir noch die Zeit, unseren Ehrengast Edelgard zu begrüßen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell es sie vor die Bühne zieht. Metal hält eben jung – und so stand sie mit ihren stolzen 97 Jahren in der ersten Reihe und feierte gemeinsam mit den Fans.

Paragon wurden 1990 in Hamburg gegründet und stehen für klassischen Heavy Metal mit Einflüssen aus Speed- und Thrash Metal. Ihren musikalischen Stil beschreiben sie selbst wie folgt:

Paragon orientieren sich an den Legenden des Heavy Metal – Judas Priest, Iron Maiden, Manowar, Accept und Black Sabbath – ohne dabei jemals zur Kopie zu werden.

Dem kann ich mich nur anschließen!

Paragon

Weiter ging es mit einem abwechslungsreichen Mix aus Rock, Pop, Alternative und Metal. The Cryptex übernahmen die Bühne. Die 2009 gegründete Band beschreibt sich selbst wie folgt:

Kompromisslos, brachial und roh! Voller Wut, Liebe, Rebellion, Verzweiflung, Tragik, Freude, Trauer, Hass, Zynismus, Offenheit und Schwärze zugleich – das ist THE CRYPTEX.

The Cryptex

Anschließend wurde es international: ArseA begeisterten die Fans mit ihrem Symphonic Progressive Metal. Ich durfte die Band zum ersten Mal live erleben und war sofort begeistert. Die Mischung aus Symphonic Metal und Progressive Metal funktioniert hervorragend und sorgte für einen großartigen Auftritt.

Sollte Arsea einmal in eurer Nähe spielen, dann sichert euch unbedingt Tickets und feiert gemeinsam mit der Band!

ArseA

Nun wurde es düster auf der Bühne. Eden Weint Im Grab aus Berlin stehen für Dark Metal mit schwermetallischer Schauerromantik. Gegründet wurde das Projekt 2004 von Alexander Paul Blake als Soloprojekt. Nach den ersten Veröffentlichungen folgten zahlreiche Live-Auftritte. 2011 entwickelte sich das Projekt zu einer vollwertigen Band und veröffentlichte das Album „Geysterstunde I“. Seitdem spielte die Band unter anderem auf dem Wave-Gotik-Treffen (WGT), dem M’era Luna Festival sowie dem Hexentanz Festival. Der gelungene Mix aus Dark, Gothic und Black Metal kam beim Publikum hervorragend an.

Eden Wein Im Grab

Mit Melodic Death Metal aus dem Bergischen Land übernahm anschließend Obscurity die Bühne. Die Band wurde bereits 1997 gegründet und ist seitdem erfolgreich unterwegs. In dieser Zeit sind bereits zehn Studioalben erschienen. Ihr Stil ist geprägt von starken Einflüssen aus Black- und Viking Metal und geht ordentlich nach vorn.

Auch live kann die Band auf eine beeindruckende Bilanz zurückblicken: Weit über 100 Konzerte stehen bereits zu Buche, darunter Auftritte auf renommierten Festivals wie dem Rockharz, Metal Frenzy Festival oder dem Party.San Metal Open Air.

Obscurity

Zum Abschluss des Abends wurde es dann im doppelten Sinne düster. Entgeist begleiteten die Besucher mit Modern Black Metal in den Abend. Die Band entstand 2014 aus dem Wunsch heraus, Extreme Metal mit neuen Klangkonzepten zu verbinden – ein Vorhaben, das eindrucksvoll gelungen ist.

Düster wurde es allerdings auch für die Fotografen: Die Band verzichtete bewusst auf Frontlicht und setzte ausschließlich ihr eigenes Bühnenlicht ein. Dadurch entstanden zwar anspruchsvolle Lichtverhältnisse, aber auch einige stimmungsvolle Aufnahmen mit faszinierenden Schattenwürfen.

So endete der Freitag auf dem HelmFest und die Fans gingen zufrieden zu ihren Zelten und feierten noch ein wenig weiter.

Entgeist