Das Wochenende ist vorbei und ich bin immer noch reichlich kaputt. Ich vermute mal, damit bin ich nicht alleine. Gleichwohl sicher nicht alle dasselbe Wochenende verbracht haben wie ich.
Wobei das „Ich“ hier reichlich fehl am Platze ist, denn ich war, egal wie man es nimmt, nicht alleine. Ich habe mit vielen unglaublichen und tollen Menschen meine Zeit auf dem Rock in Rautheim 2026 verbracht.
Und das dort einerseits als Helfer in einem Team von über 500 Menschen und nach meiner Schicht Teil von 3500 begeisterten Fans. Und das auf diesem von der Lebenshilfe Braunschweig veranstalteten Festival.
Das klingt jetzt alles reichlich trocken, aber seid sicher, das war es nicht. Damit meine ich nicht, dass ich dem Alkohol zugesprochen habe wie auf manch anderen Festivals, sondern dass es einfach richtig schwierig ist, das wohlige Miteinander, das dort herrschte, zu beschreiben.
Dieses Festival ist von einigen wenigen Musikfans über die Jahre von einem kleinen Konzertabend in einer Kantine zu dem größten inklusiven Festival Deutschlands geworden. Mag sein, dass sich den Begriff „Inklusion“ viele Orte und Veranstalter auf die Fahne schreiben. Und ja, das ist wichtig und richtig, aber das, was das »Rock in Rautheim« hier wieder einmal organisiert hatte, war das Beste, was ich zu diesem Thema bisher erleben durfte.
Ich bin jedes Jahr auf vielen Festivals und auch auf einigen, die mit der Lebenshilfe eng zusammenarbeiten, aber die Infrastruktur auf dem Gelände der Lebenshilfe Braunschweig kann einfach schwer überboten oder erreicht werden. Das Rockharz ist da schon wirklich nahe dran.
Das RiR muss sich auch dank vieler starker Sponsoren und Unterstützer vor keinem Festival verstecken. Das, was da an Bands geboten wurde und wird, ist jedes Mal der Wahnsinn.
Fangen wir also mal an. Den Start für den ersten Tag des Festivals. Wir schrieben den 08.05.2026. Das Gelände öffnete um 13Uhr die Pforten.
Einlass und Impressionen
Die ersten Klänge der ersten Band waren dann um 14 Uhr zu hören. Und es waren gleich die Powermetaller von Terra Atlantica aus Hamburg. Wenn ihr, die geneigten Leser, bereits in den Genuss, den das ist es immer wieder, gekommen seid, diese Energiebündel der druckvollen guten Laune auf den Planken einer Bühne erleben zu dürfen, dann hattet ihr wieder einmal Spaß. Wenn nicht dann habt ihr was verpasst.
Die Nordlichter sind nicht dafür bekannt, den stereotypischen wortkargen Barden zu geben, sondern eine wirklich mitreißende Show mit großartigen Songs auf die Bühne zu bringen. Ich hab’s genossen und dass das gleich die erste Band war, konnte nur bedeuten, dass ruhig stehen ziemlich sicher keine Option für den Rest des Tages sein würde.
Terra Atlantica
Band Nummer zwei, eine Symphonie aus dem schönen Norditalien. Moonlight Haze seien sie genannt und sie haben mich anders, aber nicht minder begeistert. Ich hatte sie mir ganz bewusst nicht vorher angehört. Ich bin halt so, aber ich würde sagen, dass es im Publikum so einige gab, die das nicht gemacht hatten und mehr als positiv begeistert wurden. Wer ein klein wenig tiefer in der Art und Weise, wie manche Arrangements und Produktionen zu ihrem Klang und Charisma kommen, wird die ein oder andere Anleihe an Vertrautem in der Musik dieser Band gehört haben. Produzent der aktuellen Scheibe »Beyond« ist »Sasha Paeth«. Somit schließen wir mal für heute und lassen euch die Bilder genießen. Dieses Jahr würde ich euch gerne empfehlen: Hört euch die Musik der Künstler an, während ihr euch die Bilder anschaut. Das ist fast wie dabei gewesen zu sein, aber nur fast.