Im KufA Haus – Braunschweig fand letztes Wochenende was Feines statt. Zum 20-jährigen Bestehen unserer geliebten Epic-Death-Metalband Kambrium gaben die Herren ein passendes Konzert.
Dieser Fakt musste gefeiert werden und diese Feier wurde mit zwei grandiosen Acts vorbereitet. Niemand kann sagen, dass Musiker keine harten Menschen sind und sie für ihre Leidenschaft brennen, aber leider gibt es da noch die liebe Natur. Just diese machte der ursprünglichen Planung das Leben kurzzeitig reichlich schwer.
Der ursprüngliche Plan für den Abend sah vor, dass »ELVELLON« und The Privateer vor Kambrium auf der Bühne stehen.
Diesen Plan machte Mutter Natur zunichte, und das, weil sie leider einen Teil der Band ELVELLON auf die Bretter geschickt hatte.
Äußerst würdig vertreten wurden sie dann durch Conspiria. Eine Band, die ich an diesem Abend sehr gefeiert habe, und meine Perle des Abends war.
Nix zu kompliziertes und dadurch wunderbar angenehm zu hören. Das war eine wirklich tolle Musik einer super angenehmen Band, die ich, und ich bin mir da sehr, sehr sicher, fast alle anwesenden Musikfans, gerne wieder hier in der Gegend sehen wollen würden.
Deren Symphonic Metal mit der genau richtig dosierten Menge an epischen Anteilen hatte nicht jeden Altmetaller in seinen Bann ziehen können, aber jede und jeden anderen.
Conspiria
Damit startete der Abend schon mal episch. Die epische Reise wurde dann von
The Privateer fortgeführt.
Die nahmen uns mit auf die Planken ihrer wilden Show und Reise. Die Musik der Band ist nicht zu greifen. Sie ist verspielt, mal wild, mal einfach nur Metal, aber auf jeden Fall niemals dazu gedacht, stillzustehen.
Die Band aus dem tiefsten Süden Deutschlands hat auf jeden Fall leicht angetrunkene Hummeln im Hintern und ein Lächeln in all ihren Gesichtern. Die Breisgauer Band schaffte es, ihre Spielfreude auf der Bühne auf die Fans vor der Bühne zu übertragen.
Ich habe mich irgendwie arg schwergetan, sie so richtig auf Bild einfangen zu können. Zumindest hat meine Kamera ganz oft auf einen Klabautermann gezielt, oder ich konnte einfach auch beim Fotografieren nicht stillhalten.
Mit dieser Energie, ging es nach einer Gerstenkaltschale zurück vor die Bühne und zum Jubiläumskind des Abends. In Amerika noch nicht ganz volljährig im Musikgeschäft, aber schon alte Hasen.
The Privateer
20 Jahre Kambrium. Und was soll ich sagen, auch beim Kambrium hatte Mutter Natur zugeschlagen. Das sogar gleich zweimal.
Die synthetischen Klänge mussten leider vom Band kommen, da Jan Hein, der geistige Vater dieser Klänge, leider auch auf den Planken lag.
Und wenige Stunden vor dem Auftritt von »CONSPIRIA« schlug Mutter Natur nocheinmal zu und schickte auch Adrian Hermet, seines Zeichens der Schlagzeuger der Band, auf die besagten Planken.
Aber davon ließen sich die Gebrüder Simon nicht unterkriegen. Dank zweier Gastmusiker am Schlagzeug fand das Konzert statt und es war ein wirklich geiles Konzert.
Das Herz blutete natürlich, und ich bin mir sicher, dass nicht nur wir Fans, sondern auch die beiden Musiker sicher waren, dass wir nicht die gesamte Band auf der Bühne sehen konnten. Aber das, was wir dort erleben konnten, war großartig.
Ganz zum Schluss des Konzertes kam zum letzten Song noch der Nomad von »Kambrium« auf die Bühne. Maxi schaute hinter einem Banner hervor, nahm sich eine Gitarre und spielte mit seinem Seiteninstrument.
Hach, war das ein schöner und toller Abschluss. War es wirklich. Diese Band ist einfach eine Familie und sie hält zusammen und ist füreinander und somit auch für ihre Fans da.
Die Herren; auf die nächsten 20 Jahre. Wir alle freuen uns drauf.