Da war es nach langer Zeit für mich mal wieder an der Zeit, mich in meine Heimat zu bewegen. Es ging nach Gifhorn. Ein kleines, mittlerweile doch arg verschlafenes Örtchen.
Aber ein kleiner Teil meiner späten Jugend hat sich bis heute gehalten. Das gute alte Flax.
Der kleine Konzertabend war also fast wie nach Hause kommen. Ja, sicher, es ist nicht mehr ganz da, wo es früher einmal war, aber es ist noch genauso urig wie früher.
Etwas düster, aber mit unendlich viel Charme. Dazu eine kleine, ebenerdige Bühne. Und auf dieser Bühne spielten am 18.04.2026 zwei Bands.
Eigentlich sollten zwei mir und uns allen doch sehr bekannte Bands spielen. Leider hat es sich ergeben, dass sich das Leben weiterdreht und sich »Keine Lösung« leider aufgelöst hat, sodass SoDa ihren Slot übernahmen.
Die Calberlaher Band war mir vollends unbekannt, und ich muss sagen, zu meinem Leidwesen. Die Band, so wie sie nun besetzt ist, spielt schon seit gut 25 Jahren zusammen, und ich habe sie noch nie erlebt.
Zum Glück konnte ich diese, mir unbekannte Lücke in meiner Bandbesuchtgeschichte, nun schließen. Um deren Musik zu beschreiben, muss ich mal spicken und bei denen abschreiben. Ich zitiere »MetalBoostFunkRock«.
Mit Verlaub, ich habe auch, nachdem ich sie gehört habe, kaum eine Ahnung, wie ich das zu- oder einordnen soll, aber ganz simpel gesagt ist das großartige Straßen- und Situationsphilosophie in Musik verpackt. Definitiv hörenswert.
SODA
Den Abschluss dieses kleinen runden Musikabends machten die uns doch so bekannten und innig geliebten Dr3ier. Diese Combo stammt aus dem weiten Kreis um Gifhorn und ist kommendes Jahr 10 Jahre eine Band. Also das ist auch nicht im mindesten kleinzureden, und wer einfach mal eine gute Zeit haben will und ganz nah an die Musiker ran will, der ist bei »Dr3ier« immer richtig.
Großartige Stimmung und dazu ehrliche Texte und den Meister am Bass, der es so trefflich schafft, Ansagen zu den Songs zu machen, die nie was mit den Songs zu tun haben.
Leute, genießt die länger werdenden Tage und vergesst die kleinen feinen Perlen der Livemusik nicht. Lohnt sich.
Dr3ier
Fotos und Bericht: Patrick