RHZ 2026 Mittwoch

Die Anreise ist trotz einer langen Baustelle geschafft und das Camp steht. Bei den meisten. Einige der am Mittwoch angereisten und auch natürlich die, die bereits seit Dienstag auf dem »Rockharz 2026« waren, konnten es natürlich nicht abwarten, auf das gelobte Infield zu kommen.

Doch Gevatter Wetter hatte für uns alle an der Teufelsmauer leider noch eine kleine Überraschung in petto. Binnen kürzester Zeit zogen düstere Wolken auf, die sich schließlich in einem kurzen, beinahe monsunartigen Regenguss über dem Festivalgelände entluden. Für einen Moment schien der Himmel alle Schleusen geöffnet zu haben.

Das »Rockharz 2026« startet – und wie es startete.

Einlass

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Vor einigen Millionen Jahren sind die Dinosaurier ausgestorben.

Aber dank der Band Heavysaurus gibt es doch noch ein paar Dinosaurier.

Diese Dinos standen auf der Bühne und davor standen, Kinder auf den Schultern der Erziehungsberechtigten, tätowierte Metalheads mit dem Lächeln wie in deren Kindheit, und alle waren vor derselben Bühne zu finden. Dazu gab es den üblichen und allseits beliebten Kinder-Moshpit. Dort konnten die Kleinen sich sicher und frei bewegen und die Musik feiern. Riesig großartige Kostüme, Songs über Zähneputzen und Mut, dazwischen echte Metal-Riffs, die die Nachwuchsmetaller mit der geliebten Pommesgabel teils schon sehr professionell und geübt feierten. An diesem Vormittag habe ich mehr strahlende Gesichter gesehen als bei manchem Headliner.

Heavysaurus war der perfekte Auftakt fürs Rockharz: pure, ungefilterte Freude, bevor später die schwereren und teils düsteren Kaliber kamen. Genauso muss ein Festivaltag beginnen. Und ich bin mir sicher, dass da einige Nachwuchsmetaller sicher für die Zukunft mit einem tollen Musikgeschmack geprägt worden sind.

HeavySaurus

Soulbound war vielen im Publikum vorher nur dem Namen nach bekannt. Um das änderte sich nach den ersten Songs der Bielefelder. Von Beginn an legten die nämlich ein Tempo und einen Druck vor, der die noch nicht auf Festivaltemperatur gebrachten Gelenke in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur brachte. Auf große Effekte wurde verzichtet, denn im Vordergrund stand ihre Musik. Im Publikum schienen einige Fans anwesend zu sein, da dort einige sehr textsicher gewesen sind. Ach, und voll war es.

Die Musik, dieser Auftritt, da würde ich doch glatt sagen, da wird es sicher in Zukunft Auftritte zu späterer Stunde geben.

Soulbound

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Als Nächstes standen Harakiri for the sky auf der Bühne. Die waren mir bis dato ebenfalls nur vage dem Namen nach bekannt. Aber das ändert sich nach den ersten Klängen der Österreicher. Von Beginn an legen die beiden nämlich etwas vor, das mich völlig unvorbereitet traf: eine Schwere und gleichzeitig eine Zerbrechlichkeit, die ich bei dieser Musikrichtung so nicht erwartet hätte. Auf große Effekte wird verzichtet, denn im Vordergrund stand auch hier die Musik.

Im Grunde ist diese Band live voll besetzt, aber der ständige Kern sind »nur« zwei Musiker. Diese Konzentration an Kompetenzen, ist es, so denke ich, dass die Musik eine solche Tiefe hatte und hat. Im Publikum sah ich einige Menschen, die Augen, andere singen leise und textsicher mit, offenbar kennen einige die Band schon länger als ich.

Die Musik, dieser Auftritt, da würde ich doch glatt sagen, das schreit förmlich nach einem Nachhören der Alben zu Hause.

Harakiri for the Sky