Rock in Rautheim Samstag 2026

Tag 2. Für mich das erste Festival in Groß für 2026. Nachdem wir alle den ersten Tag von Rock in Rautheim 2026« in den Knochen hatten, blieb nur eins, um die müden Gelenke wieder fit zu bekommen.

Einfach weitermachen. Einige der Helfer haben in Zelten vor Ort übernachtet. Hochachtung dafür. Das war sicher eine kalte und kurze Nacht. Aber das zeigt auch, dass alle mit Herzblut dabei sind und jeder etwas zurücksteckt, um das Festival und die Betreuung möglich zu machen.

Eine kurze Nacht war es sicher nicht für die Bands, die uns am Samstag, dem 09.05.2026, den letzten Schlaf aus den Gliedern trieben.

Dieses Jahr hatten wir weniger Bands mit inklusiven Bandmitgliedern. Aber was wäre das RiR ohne eine Band, die zeigt, dass es ohne Weiteres funktioniert?

Das RiR und der Alltag zeigen, dass es geht, und MHLK Experiance zeigten das auf der Bühne.

Und ich wette, niemandem ist es aufgefallen, als die Band so einige Klassiker des Hardrock und des Metal zum Start des Tages in unsere Gehörgänge hämmerten. Dass der Nachwuchs auf der Bühne des RiR steht, war auch ein guter Ansporn, dass sich einige der Elternteile mit ihren Instrumenten zu ihren Sprösslingen auf die Bühne begaben.

MH:LK Experience

Das war ein richtig guter Start in den letzten Festivaltag. Den zweiten Slot hatten Stereo Start. Mit ihrem Indierock hatten sie bei einigen am Anfang etwas ungläubige Gesichter geerntet.

Jup, die Musikrichtung war unerwartet, aber die Braunschweiger Band wusste ihre Energie so perfekt zu bündeln, dass es, so würde ich das mal sagen, zwei bis maximal drei Songs dauerte, bis der Funke vor der Bühne übergesprungen war.

Stereo Start

Ab da war der Auftritt dann ein Selbstläufer. Und als Band, die nicht Metal spielt, vor Victorius und deren Supersonic Samurai auf der Bühne zu stehen, war sicher ein Erlebnis. Denn ich würde wetten, dass der ab und an begeistert von der Bühnenseite zugeschaut hat.

Somit sei die nächste Band bereits genannt. Es waren »Victorius« aus Leipzig.

Powermetal, dazu Rüstungen und ein epischer Kampf.

Man muss das gesehen und erlebt haben. »Victorius« sind was ihre Instrumente angeht, mal reichlich fix, und das unterstreichen sie durch den Gesang. Ihre goldenen Rüstungen glänzen in der Sonne und dazu dann reichlich Powermetal und ein bissel Feuer.

Die Band ist einfach eine Liveband. Muss man gesehen haben.

Victorius

Wir hatten ja am Vortag schon erleben dürfen, was auf dem »Rock in Rautheim« 2026 an Feuer und Flammen zur Verfügung stand, und nach »Orden Ogan« und nun »Victorius« konnten wir schon ahnen, was da bei Feuerschwanz auf uns noch zukommen würde.

Dann schauen wir mal, was die kommenden beiden Bands so für uns bereitgehalten haben. Es wurde international.

Da hatten wir als Erstes ELEINE, die aus Schweden den Weg zum »Rock in Rautheim 2026« gefunden hatte. Ich bin ja immer gerne dabei, die Perlen eines Festivals zu benennen. Bei »Eleine« sehe ich da noch etwas Luft, um ihnen den Titel als Perle des Festivals zuzuschreiben.

Deren Symphonic-Metal war gut, absolut keine Frage. Ich konnte nur bei wenigen wirklich das Feuer überspringen sehen. Auch bei mir zündete das nicht wirklich. Aber hey, das war nur meine Wahrnehmung. Schreibt uns unbedingt, wie ihr das wahrgenommen habt.

Eleine

Der fünfte Act des Tages war aus meiner Sicht schon sehr spannend. Da hatten wir die griechischen Powermetaler von Firewind am Start. Bisher habe ich die nur mit »Herbie Langhans« am Mikrofon erleben dürfen.

Nachdem dieser sich nun aus dem immer umfangreicheren Tourleben von »Firewind« zurückgezogen hat, stand nun der Braunschweiger »Henning Basse« wieder am Mikrofon.

Der hatte die rund fünf Jahre vor Herbie Langhans bereits bei »Firewind« gesungen. Jetzt ist er wieder dabei und somit geht das Zepter wieder von Hannover nach Braunschweig zurück.

Für meinen Geschmack ist dieser Wechsel auch ein Wechsel in der Klangfarbe. Da ich »Henning Basse« zuvor noch nie als Frontmann von Firewind erlebt habe, muss ich sagen: Das war gut. Und nicht missverstehen: Das Gut ist positiv und mein Punkt, »Firewind« die Perle des Festivalsamstags zu nennen.

So, nach diesen beiden Bands bleiben nur noch zwei Bands, um dieses grandiose »Rock in Rautheim« abzuschließen. Es wird noch einmal in die Schweiz gehen, und dann sind wir zurück in good old Germany.

Firewind

Eines der, wie ich finde, ungewöhnlichen Dinge, die das Rock in Rautheim auszeichnen, ist, dass es zur Inklusion noch die Internationalität hochhält.

Was hatten wir dieses Jahr alleine schon da: Amerikaner, Schweden und Griechen. Mit den Burning Witches hatten wir kurz vor Ende des Festivals eine Schweizer Band.

Man muss also sagen: Es zieht seine Kreise. Dieses, in einer Kantine gestartete Festival, ist mittlerweile ein internationales Aushängeschild für Festivals in unseren Landen geworden.

Ein wahrer Leuchtturm, muss man sagen. Und das ist diesem Team zu verdanken und dem Musikgeschmack der Macher. Mit den Burning Witches war in dem Genre eine echte Speerspitze in Rautheim am Start.

Also hier wird es daher, einfach mal nur eine Galerie geben. Die von den „Burning Witches“. Ja, man mag sagen, das ist ungewöhnlich, aber so werden wir es mit den letzten drei handhaben.

Um der Band ihren Raum zu geben, will ich hier und bei den noch folgenden Feuerschwanz die Bandmitglieder auflisten.

Laura Guldemond – Gesang

Romana Kalkuhl – Gitarre

Larissa Ernst – Gitarre

Jeanine Grob – Bass

Lala Frischknecht – Schlagzeug

Burning Witches

Zack, war es so weit und das Farewell des Rock in Rautheim 2026 stand an.

Ich denke, es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man nicht wirklich bemerkt hat, wie schnell die Zeit vergeht.

Zeit ist nun mal subjektiv. Verbringt man seine Zeit beim Zahnarzt, dauert es für viele unendlich lange. Verbringt man seine Zeit auf einem Festival, das mit Liebe und viel Engagement von Fans für Fans gemacht wird, dann rast die Zeit nur so dahin.

Am 08.05. und am 09.05.2026 waren über 3500 Fans und weit über 500 freiwillige Helfer damit beschäftigt, das Gelände der Lebenshilfe Braunschweig zu bevölkern. Das Ergebnis, war eine großartige Zeit, ein wenig Erschöpfung und durchaus ausgeprägter Schlafmangel.

Also war es ein gelungenes Festival. Dieses Ungetüm an Aufgaben, was sich hinter den Kulissen formierte und von den Helfern, Ehrenamtlichen und Mitarbeitern im Zaum gehalten wurde, wurde auch dank vieler Unterstützer gezähmt.

Sponsoren waren auch wieder tatkräftig dabei, um ihren enormen Teil an der Ungetümsbändigung beizutragen. All das und viele kleine Anekdoten hatte uns „Marco“ als Kopf und Gesicht des RiR nach den Burning Witches und vor Feuerschwanz zu sagen.

Ich habe immer wieder das Gefühl, dass Marco diesen Job als Gesicht nicht wirklich haben mag, und das zeigt er jedes Jahr aufs Neue auf seine Art und Weise. Ein »ICH« habe ich noch niemals von ihm gehört.

Weder neben noch auf der Bühne ist er der, der im Mittelpunkt stehen will, aber er tut es, damit alle Ihre Teil der Sonne abbekommen, die in der Vergangenheit bis heute, oder heute für das Festival arbeiten und kämpfen.

Wie er es so wunderbar auf den Punkt brachte: Das Festival kann ohne die Helfer und die Sponsoren nicht stattfinden, aber es lebt dank der Fans.

Somit bin ich mir sicher, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt auf dem FOH mit Kamera bewaffnet für das Festival aushalf, dass auf der Bühne sicher einige Tränen liefen oder mit viel Mühe verdrückt wurden.

Das war wunderschön, das war großartig und das war Inklusion pur. Danke, und auf dass wir sicher 2027 ein nicht minder großartiges »Rock in Rautheim« erleben werden dürfen.

Dann mit den folgenden Bands:

Alterium, Amalgam Band, Ambush, Beyond the Black, DORO, Frozen Crown, Leatherwitch, Lordi, Lucifer Star Machine, Metalite, Mission in Black, Nailed to Obscurity, ODC und Rage

Farewell

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Und zum Schluss des RiR gab es Feuer, Feuer und noch mehr Feuer. Feuerschwanz gaben den gebührenden Abgesang für das »Rock in Rautheim 2026«.

20 Songs und keine Zeit zum Entspannen. Was für eine unglaublich energiegeladene Show. Meinerseits am Aushelfen für die Lebenshilfe raste ich nach dem Farewell vom FOH vor die Bühne, um die Kamera an die großartige Anke zurückzugeben. Ihres Zeichens die Leiterin des Pflegedienstes der Lebenshilfe und eine der Fotogeister für die Lebenshilfe.

Dann wieder raus und dieses Feuerwunder von vor dem Graben genießen. Und es war ein Genuss. Als ich so langsam wieder bei mir war und einen guten Platz gefunden hatte, startete gerade »Memento Mori«.

Ein Traum. Ich will gar nicht viel mehr schreiben, aber in diesem abgefahrenen Best-of war dieses RiR leider vorbei.

Nachdem sich Hauptmann Feuerschwanz zu den »Die Reitern von Rautheim« in die Menge begab und sie samt einem Aal zum wirbelnden Ausritt angespornt hatte, war ein Odin gefälliges Abschließen dieses Wochenendes nur noch mit einem freudigen und einem weinenden Auge zu begehen.

Ich hatte leider keinen Met oder Teufelszeug, aber ein guter Humpen Bier war auch fein, um es Richtung Feuer und Bühne zu recken und Danke zu sagen.

Das war würdig, schön und sehr, sehr freudig. Auf zum Kartenkauf für »Rock in Rautheim 2027«. Meine Karte habe ich schon.

Feuerschwanz

Band:

Gesang, akustische Gitarre, Laute – Hauptmann Feuerschwanz

Geige, Drehleier – Johanna von der Vögelweide

E-Gitarre – Hans der Aufrechte

Gesang, akustische Gitarre, Mandoline, Irish Bouzouki, Flöte, Dudelsack, Rauschpfeife – Prinz „Hodi“ Hodenherz

E-Bass – Jarne Hodinsson

Schlagzeug – Rollo H. Schönhaar

Tanz und Performance – Schildmaid Hela

Tanz und Performance, Harfe – Schildmaid Yennefer

Setlist:

Drunken Dragon

SGFRD Dragonslayer

Memento Mori

Untot im Drachenboot

Knightclub

Bastard von Asgard

Name der Rose

Ultima Nocte

Schubsetanz

Kampfzwerg

Testament

Berzerkermode

Sam the Brave

Drumsolo/They’re Taking the Hobbits to Isengard

Drum + Guitar/ Game of Thrones Theme

Dragostea din tei

Zugabe:

Valhalla

Rohirrim

Das elfte Gebot

Vom Band: Gangnam Style