Terra Atlantica 10.01.2026

Moin zusammen und nachträglich ein frohes Neues! Wir hoffen, ihr seid alle gut ins Jahr 2026 gekommen. Nach einer finsteren Erkältung hat für mich das musikalische Jahr im B58 – Braunschweigs behänder Live-Club! begonnen.

Der hotel666.de e. V. hatte als Veranstalter einige Bands nach Braunschweig geholt. Mit dabei bei der winterlichen Kälteschlacht waren Bitter Price, Servants to the Tide und als Headliner des Abends Terra Atlantica.

Den Start des Abends machten Bitter Price aus Berlin. Die Jungs spielten schnörkellosen Metal. Ab und an schimmerte etwas Powermetal durch, und das Ganze stets mit einer feinen Note Dialekt. Ich habe leider versäumt zu fragen, woher dieser Dialekt stammt, aber er hat die Musik wirklich positiv beeinflusst.

Alban Shamaneal, der Sänger, hatte – so denke ich – einen ins Französische gehenden Dialekt, der super zur Musik passte. Für den zweiten Auftritt dieser Band war das richtig gut, und dazu gab es noch ganz alte Schule: das erste musikalische Mitbringsel als Kassette.

Bitter Price

Den zweiten Slot übernahmen Servants To The Tide aus Hamburg. Die arme Band hatte leider mit dem Wetter zu kämpfen. Stephan Wehrbei, seines Zeichens Sänger der Band, war in Hamm gestrandet. Aber the show must go on – also nichts mit Auftritt absagen, sondern zügig Ersatz herbeizaubern.

Zauberei geglückt: Wir hatten – und ich hoffe, ich habe niemanden vergessen – David Kuri von Writhen Hilt, Robin Kelka von Twilight Theatre, Pat von Ascian und Tristan Harders von Terra Atlantica.

Aber natürlich steuerte auch die Band selbst Vocals bei. Leonid Rubinstein machte sich ebenfalls sehr gut als Sänger. So blieb man trotz der vielen Wechsel am Mikrofon voll im Zeitlimit – und es war richtig gut. Draußen sprachen einige Fans darüber, dass es eigentlich eine geile Idee wäre, dieses Ausnahmekonzert als kleines Album zu veröffentlichen. Als Erinnerung an diesen Abend und daran, dass Musik immer einen Weg findet.

Servents To The Tide

Nach dieser sehr doomigen Runde Musik betraten die Hamburger von Terra Atlantica die Bühne. Finster die See, Gischt und Nebel – und dazwischen weist einem kein Nebelhorn, sondern Metal den Weg. Und schwupps hatten wir die Show des Headliners eingefangen.

Die Band ist einfach gut, die Band macht einfach Spaß. Und auch die rund 70 Besucher, die es geschafft hatten, sich durch den Schnee zum B58 durchzukämpfen, waren eindeutig meiner Meinung. Man braucht diese Band kaum noch vorzustellen: Sie ist – wie alle anderen Bands des Abends – eine großartige Liveband, und das beweisen sie, egal auf welcher Bühne man sie antrifft.

Dank lokaler Musikclubs, dank solcher wunderbaren kleinen Locations ist so viel geile Musik noch immer live zu erleben. Dank an euch – Ohren steif halten! Und an alle Fans und Musikliebhaber: Besucht die kleinen Bands.

Terra Atlantica